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Doppelventilator-Technik zur Heißrauchbehandlung
Wenn Luftführung zur Prozesssicherheit wird: neueste Doppelventilator-Technik zur Heißrauchbehandlung für den US-Markt
VETEC ANLAGENBAU verbindet bewährte AEROMAT-Technologie mit intelligenter Steuerungs- und Regelungstechnik für gleichmäßige thermische Behandlung, weniger manuelle Bedienungsfehler und Wartungsaufwände sowie höhere Nachweissicherheit.
Wie stellen Unternehmen der Lebensmittelindustrie sicher, dass in ihren Anlagen Hot- und Coldspots durch eine optimale Luftführung auf ein Minimum reduziert werden? Wie gewährleisten sie eine normen- und rechtskonforme Produktion? Und wie lassen sich falsche Programmeinstellungen durch Mitarbeiter verhindern, die einen maximalen Output je Charge beeinträchtigen? Dafür braucht es State-of-the-Art-Technologie, die nicht nur einzelne Parameter regelt, sondern Produkt, Wagenbeladung, Luftführung, Programm und Dokumentation smart miteinander verbindet.
In der industriellen Lebensmittelverarbeitung entscheidet die Luftführung über weit mehr als nur die Prozessdauer. Sie beeinflusst Farbe, Textur, Kerntemperatur, Trocknungsgrad, Produktausbeute und letztlich auch die Sicherheit des gesamten Herstellungsvorgangs. Besonders bei dicht beladenen Rauchwagen stellt sich immer wieder dieselbe Grundfrage: Erreicht die Strömungsluft wirklich jedes Produkt unter vergleichbaren Bedingungen oder entstehen Zonen, in denen Ware thermisch über- oder unterbehandelt wird?
USA: Hohen Sicherheitsanforderungen mit klugen Prozessen begegnen
Diese Frage ist im US-Markt besonders relevant, weil Lebensmittelsicherheit, Nachweispflicht und Haftungsrisiken eine zentrale Rolle spielen. Anforderungen aus FDA cGMP, USDA FSIS, HACCP, GFSI-orientierten Standards oder den Appendix-A-Leitlinien zur Keimabtötung zielen auf dokumentierbare und validierbare Prozesse. Für Hersteller von Würstchen, Bacon, Jerky, Schinken, Fisch, Käse oder Petfood-Snacks bedeutet das: Entscheidend ist nicht allein, ob eine Anlage technisch leistungsfähig ist. Entscheidend ist, ob sie reproduzierbar und nachvollziehbar das richtige Ergebnis liefert.
Der AEROMAT als Heißrauch- und Trocknungsanlage von VETEC ANLAGENBAU ist für vielfältige Prozessschritte ausgelegt, darunter Trocknen, Räuchern, Kochen, Kühlen, Backen uns Pasteurisieren. Die Produkte können hängend oder liegend verarbeitet werden. Genau diese Unterscheidung verändert jedoch die Strömungsbedingungen im Wagen erheblich. „Hängende Würstchen bieten der Luft andere Widerstände als liegender Schinken. Zudem ist auch die Beladungsdichte ein wesentlicher Faktor“, erklärt Andreas Sauer, Geschäftsführer Vertrieb bei VETEC ANLAGENBAU. „Gerade bei wechselnden Produkten und Beladungsarten reicht eine pauschale Luftführung somit nicht aus.“
Bislang setzte VETEC im klassischen AEROMAT dafür vor allem auf die bewährte mechanische Wechselbrücke. Dieses System ist seit Jahrzehnten in der Praxis etabliert und bleibt für viele Anwendungen weiterhin die Standardlösung. Es ermöglicht eine dynamische Luftwalzenbewegung und kann an unterschiedliche Produkte und Wagenkonfigurationen angepasst werden. Wo aber viele verschiedene Waren mit unterschiedlicher Beladung verarbeitet werden, erhöht die Wechselbrücke den manuellen Aufwand. Denn jede mechanische Komponente bringt Wartungsaufwand mit sich: Sie muss geprüft, eingestellt und bei Bedarf nachjustiert werden. Zudem muss das Bedienpersonal stets die richtige Software-Einstellung kennen und konsequent umsetzen. In großen Betrieben mit Schichtwechseln, hohem Durchsatz und variablen Produktprogrammen wird genau das zu einem echten Risikofaktor.
Zwei Ventilatoren statt mechanischer Wechselbrücke
Genau hier setzt die Doppelventilator-Technik von VETEC an. Das System arbeitet mit zwei elektrisch betriebenen Ventilatoren pro Kammer, die jeweils über Frequenzumrichter geregelt werden. Statt die Luftführung mechanisch umzuschalten, erzeugen die Ventilatoren im alternierenden Betrieb die gewünschte Luftwalze. Während ein Gebläse mit höherer Leistung arbeitet, fährt das andere entsprechend zurück.
Die Zwei-Ventilatoren-Lösung ist für VETEC keine vollständige Neuentwicklung, sondern wird im Kaltrauchbereich bereits seit vielen Jahren eingesetzt. Neu ist die Übertragung und intelligente Verknüpfung dieses Prinzips mit moderner Steuerungs- und Regelungstechnik für Heißrauchprozesse bei allen AEROMAT Anlagen einschließlich AEROMAT HYBRID (Ausnahme: AEROMAT CROSS POWER). „Die eigentliche Innovation liegt nicht allein in den zwei Ventilatoren“, betont Andreas Sauer. „Der zentrale Nutzen entsteht vielmehr im Zusammenspiel aus elektrisch betriebener Luftführung, Prozessprogramm und intelligenter Steuerung.“
Automatische Produkterkennung reduziert Bedienungsfehler
Das Herz dieser Software-Steuerung bildet der MICROMAT, der durch den MICROMAT ANALYZER optional ergänzt werden kann: Der MICROMAT ANALYZER überwacht und dokumentiert hierbei relevante Prozessdaten wie Kammertemperatur, Feuchtigkeit, Strömungsgeschwindigkeit sowie Kern- und Oberflächentemperatur. Damit entsteht eine technische Grundlage, um Abläufe chargenbezogen nachvollziehbar zu machen. Im Rahmen eines optionalen Smart-Scan-Vorgangs werden Produktwagen mit QR-Code, Barcode oder RFID-Tag versehen. Beim Beladen oder Starten erkennt das System, welches Produkt sich in der Anlage befindet. Anschließend wird automatisch das passende Programm gefahren. In der erweiterten Variante kann die Lösung auch mit übergeordneten Systemen wie ERP oder SCADA verbunden werden. Passt ein Wagen nicht zum vorgesehenen Programm, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.
Für den Bediener reduziert sich der Vorgang somit auf wenige Schritte: scannen, beladen, starten. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit falscher Programmeinstellungen oder uneinheitlicher Bedienroutinen. „In der industriellen Produktion darf Qualität nicht davon abhängen, wer gerade an der Anlage steht“, so Andreas Sauer. „Wenn das System erkennt, welches Produkt gefahren wird, und automatisch das richtige Programm inklusive Luftführung ausführt, schaffen wir eine deutlich höhere Prozessstabilität.“
US-Markt schätzt Flexibilität und Produktivität – knapp 40 Anlagen in Auslieferung
Aktuell liefert VETEC ANLAGENBAU knapp 40 AEROMAT-Anlagen mit etwa 600 Stellplätzen und Doppelventilator-Technik inklusive angebundener Steuerungs- und Regelungsautomatisierung in die USA. Das zeigt, welche Dynamik das Thema hier entwickelt. Für VETEC ist Nordamerika ohnehin ein strategischer Kernmarkt. Auf diesem spielen neben der Prozesssicherheit auch Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit eine wichtige Rolle – ebenfalls Herausforderungen, die die Technologie im Blick hat.
Denn elektrisch geregelte Ventilatoren mit Frequenzumrichtern lassen sich über das HMI steuern. Gleichzeitig steigt die Flexibilität bei wechselnden Produkten, da Anpassungen nicht mehr physisch an der Anlage vorgenommen werden müssen, sondern programmseitig erfolgen. Das ist vor allem für Betriebe interessant, die unterschiedliche Produktgruppen in hoher Taktung verarbeiten. Wo ein Betrieb heute Hot Dogs, morgen Schinken und anschließend Jerky produziert, wird die schnelle, fehlerarme Umstellung zum Produktivitätsfaktor. Die gleichmäßigere Luftführung erhöht zudem Produktkonsistenz sowie Ausbeute und verkürzt die Prozesszeit.
Modernste Technologie für verlässliche Ergebnisse
Die Doppelventilator-Lösung ist damit keine isolierte Anlagenoption. Sie steht für einen größeren Wandel in der thermischen Lebensmittelbehandlung: weg von einzelnen mechanischen Einstellungen, hin zu vernetzten, produktbezogenen und dokumentierbaren Prozesssystemen. Für Kunden bedeutet das mehr Sicherheit bei komplexen Produktionsabläufen. Für Bedienpersonal bedeutet es weniger manuelle Eingriffe. Für Qualitätssicherung und Management bedeutet es bessere Dokumentation. „Der US-Markt fragt nicht nur nach Technik, sondern nach verlässlichen Ergebnissen“, resümiert Andreas Sauer. „Genau dort kommt unser System ins Spiel: Wir verbinden Luftführung, Automatisierung und technologische Beratung so, dass der Kunde seinen Prozess sicherer, flexibler und reproduzierbarer fahren kann.“